Kategorie-Archiv: News

Wir feiern Sankt Martin

Die Kinder der 3. Klasse zeigen es in ihrem kleinen Theaterstück: Martin teilt seinen Mantel mit dem frierenden Bettler. An diese Schlüsselszene aus seinem Leben erinnern wir jedes Jahr am 11. November aufs Neue.

Teilen. Damals so notwendig wie heute.

Unsere Kirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Schulkinder sind mit ihrer ganzen Familie da. Der Chor der 2. Klassen präsentiert an seinem ersten Auftritt einige Martinslieder. Und auch die neu eingeführten Schulministranten sind im Einsatz.

Beim Auszug werden die Lichter in den Laternen entzündet. Sie leuchten bunt und fröhlich in die aufkommende herbstliche Dunkelheit.

Wie Martin für andere Licht sein. Licht in die Welt bringen.

Gemeinsam geht es auf den Schulhof, wo aus großen Körben Martinsbrötchen und –brezeln verteilt werden. Einige Eltern haben sie mit ihren Kindern gebacken. Jetzt kann man sie nach dem schönen Martins-Brauch mit anderen teilen. An einem Stand bietet der Elternrat dazu einen leckeren Punsch an. Man steht noch eine ganze Weile um das wärmende Feuer herum, unterhält sich, spielt miteinander oder genießt einfach die Atmosphäre.

Stolperstein

Blankeneser Grundschüler gedenken jüdischer Mitbürgerin

Mit großen Schritten geht Schulleiterin Eike Eichmann mit einigen Dritt- und Viertklässlern ihrem Zielort entgegen: einem sogenannten „Stolperstein“ auf dem Gehweg in der Godeffroystraße 38. Gemeinsam mit vielen Vereinen und Schulen in den Elbvororten erinnern sich die Jungen und Mädchen der Katholischen Schule Blankenese an diesem 9. November an die Reichspogromnacht vor 84 Jahren und an die von den Nazis gelenkten Gewaltexzesse. Sie gedenken der zahlreichen jüdischen Mitbürger, die der nationalsozialistischen Herrschaft zum Opfer fielen.

Eichmann hält eine Bürste bereit, mit der Lasse den eingelassenen und gravierten Gedenkstein von Ilse Silbermann zunächst vorsichtig abfegt. Anschließend poliert Alexander mit Zahnbürste und Paste das Metall, um Passanten auf das Schicksal des jungen Opfers aufmerksam zu machen.

Die Fremdsprachenkorrespondentin Ilse Silbermann arbeitete nach ihrer Entlassung als Haushaltshilfe in der Godeffroystraße, bevor sie schließlich im Jahre 1942 deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Die Kinder der Katholischen Schule Blankenese sind mit ihrer Lebensgeschichte vertraut. Felicitas zündet eine Kerze an, die Dritt- und Viertklässler sprechen ein gemeinsames Gebet – und holen so das Schicksal Silbermanns wieder in die Gegenwart.

Eike Eichmann hat ihnen zuvor auf einfühlsame und altersgerechte Weise vom Schicksal der Blankeneser Mitbürgerin und dem politisch-moralischen Niedergang Deutschlands berichtet. Gemeinsam mit den Jungen und Mädchen befestigt die Schulleiterin noch einen Kranz und die Lebensgeschichte von Ilse Silbermann an einem nahestehenden Baum. Erinnerungen, so Eichmann, seien das Wichtigste, was sie der jungen Generation mitgeben könne. „Deswegen haben wir an diesem Tag sehr gern die Patenschaft für diesen Stolperstein übernommen“, erklärt die engagierte Schulleiterin.

Schweigend stehen die Grundschüler noch eine Weile an der eingelassenen Erinnerung. So, wie viele andere Vereine und Schulen, die sich zeitgleich an diesem Tag auf Initiative des Vereins „Blankenese Miteinander“ auf den Weg gemacht haben – um zu erinnern, zu ermutigen und sich dem Antisemitismus und der Ausgrenzung von Beginn an in den Weg zu stellen. Damit das, was war, nie wieder geschieht.

Text- und Bildquelle: Facebook. Schulen im Erzbistum Hamburg

Einführung der neuen Schulministrant*innen

Am Freitag, 28. Oktober 2022 wurden in der Kirche Maria Grün im Schulgottesdienst 17 neue Schulministrantinnen und -ministranten von Prof. Dr. Adelmann (Gottesdienstleitung) und Lukas Grüner (Kursleiter der Schulministrant*innen-AG) eingeführt.

Die 17 neuen Schulministrant*innen aus der 3. Klassenstufe haben sich seit Ende August in einer am Mittwochnachmittag wöchentlich stattfindenden „Schulministranten-AG“ getroffen und sich auf ihren liturgischen Dienst inhaltlich, praktisch und spielerisch vorbereitet. Zur Vorbereitung gehörte u.a. die grundlegende liturgische Bildung (d. h. den Ablauf & die Aufgaben im Gottesdienst kennen & praktisch umsetzen können).

Dieses Kursangebot findet bei den Schulministrant*innen eine gute Resonanz und geht über die Einführung im Schulgottesdienst weiter hinaus, denn es gibt in diesem Bereich noch vieles zu entdecken und zu erleben.

Für nähere Informationen über die Schulministranten klicken Sie auf den folgenden Link:

Beim Einführungsgottesdienst der neuen Ministrantinnen und Ministranten

Manege frei!

Zirkus Morelli macht’s möglich

Sensationell, was man in so kurzer Zeit auf die Beine stellen kann! Nach nur wenigen Tagen Vorbereitungszeit konnte an zwei Abendvorstellungen am 5. Und 6. Oktober im großen Zirkuszelt ein abwechslungsreiches, buntes und begeisterndes Programm präsentiert werden. Ob als Seiltänzer, Zauberer, Akrobaten, Clowns oder Artisten, alle waren beteiligt und haben durch ihren Beitrag die Aufführung mitgestaltet. Die Kinder, die sich in jahrgangsübergreifenden Gruppen unter professioneller Anleitung auf den großen Auftritt vorbereitet hatten, waren hochmotiviert und gaben ihr Bestes – und manch ein unentdecktes Talent kam dabei zum Vorschein… Sowohl für jeden persönlich als auch für die Schulgemeinschaft waren die gesamte Woche mit Zirkus Morelli ein unvergessliches Erlebnis.

Vielen Dank an Familie Maatz vom Zirkus Morelli und an alle, die beim Auf- und Abbau geholfen oder das Zirkus-Projekt auf andere Weise unterstützt haben!

Gekommen um zu bleiben

Frau Eichmann als Schulleiterin bestätigt

Wir freuen uns über die endgültige Bestellung von Eike Eichmann als Schulleiterin der Katholischen Schule Blankenese!

Auf der Website der Schulen im Erzbistum Hamburg heißt es dazu:

„Wir schätzen ihr außerordentliches Engagement und freuen uns sehr, dass Eike Eichmann den schulischen Alltag in Blankenese auch zukünftig durch ihre vielfältigen Erfahrungen bereichern wird“, erklärte Dr. Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, in einem Schreiben an die Schulgemeinschaft.
Wir wünschen Schulleiterin Eike Eichmann und ihrem gesamten Mitarbeiter_innen-Team im Hamburger Westen viel Kraft, Erfolg und Gottes reichen Segen!

Auf blankenese.de finden Sie ein Interview mit Frau Eichmann.

https://blankenese.de/neue-schulleitung-fuer-maria-gruen-endgueltig-bestellt/

Die endgültige Bestellung fand bereits Anfang Juli statt. Wir hatten bisher noch nicht davon berichtet.

Mozarts Zaide

3. Klassen und Kulturforum 21 mit einer begeisternden Aufführung

Ein musikalisches Wunderwerk hat unsere Schule in der letzten Woche vor den großen Ferien verzaubert. Mozarts ZAIDE wurde von den dritten Klassen in einer Fassung von Alex Radulescu aufgeführt, der auch Regie geführt hat.

Die Mühe der Proben hat sich gelohnt. Die Zuschauerplätze waren an jedem Abend bis auf den letzten Platz besetzt und es gab viel Applaus für einen wunderbaren Abend mit tollen Schauspieler_innen.

ZAIDE ist ein kleines Meisterwerk W. A. Mozarts. Erzählt wird die Geschichte von Sklaverei, Ungerechtigkeit und Freiheit. Die Botschaft des Stückes: Nur im vereinten, mutigen Widerstand gegen Unterdrückung und Willkürherrschaft kann eine freie Gemeinschaft entstehen und Menschlichkeit am Ende siegen.

Hier noch einmal alle Beteiligten:

Alexander Radulescu (Regie)

Zaide: Linda Joan Berg (Sopran)

Nikolai Rosenberg (KLavier)

Natsuki Ogihara (Oboe)

Beteiligte Lehrer_innen: Mechthild Kasparek, Stefani Methler, Matthias Möller

Technik: Jan Burchhardt

Kostüm/Bühnenbild: Elternschaft

Fotos: Christina Körte

Schöner lernen mit Hühnern

Artikel im Hamburger Abendblatt vom 22.08.2022

Schöner lernen mit Hühnern

Eine Grundschule wie Bullerbü: In Blankenese begrüßt morgens neuerdings Gackern die Schüler

Schulleiterin Eike Eichmann und die Schüler Benjamin, Franz, Anna und Philippa machen sich mit den Hühnern vertraut.
Roland Magunia

Sophie Laufer

Blankenese Die Schüler der Katholischen Schule Blankenese staunten nicht schlecht, als sie am ersten Schultag von einem fröhlichen Gackern auf ihrem Schulhof begrüßt wurden. Seit einigen Tagen haben sie hier nämlich zwei neue Mitbewohner. In einem großen, extra angelegten Stall sind während der Sommerferien zwei Hühner eingezogen. Sie sollen nun Stück für Stück Teil der Schulgemeinschaft werden. Und natürlich auch Teil des Unterrichts.

Initiiert hat das Projekt die neue Schulleiterin der kleinen Grundschule, Eike Eichmann. „In meiner alten Schule in Altona hatten wir Bienen auf dem Dach. Deshalb war mir klar, ich möchte hier auch etwas machen, was den Kindern die Tier- und Pflanzenwelt näherbringt“, sagt sie. Allerdings habe es wegen der Allergien einiger Kinder keine Möglichkeiten für Bienenvölker gegeben. „Und so sind wir auf die Hühner gekommen“, sagt Eike Eichmann, die vor einem guten Jahr an der Schule die Leitung übernommen hat. Monatelang habe sie das Thema mit ihrem Team durchdacht, sich informiert und den Einzug der neuen Mitbewohner geplant. Stall und Gehege mussten bestellt und aufgebaut werden.

Die zwei Hennen, die nun hier wohnen, wurden von einer Schülerin vermittelt. Sie sind in der ersten Ferienwoche in ihr neues Zuhause gezogen und hatten Zeit, sich ohne die Kinder ein wenig einzugewöhnen. „Eigentlich ist alles perfekt gelaufen. Die Tiere waren erst ein wenig alleine. Dann kamen zum Ende der Ferien die Kinder, die in der Betreuung waren. Und erst jetzt ist die Schule wieder voll. So konnten sie sich ganz langsam an alles gewöhnen.“

Die Schulleiterin hat einen modernen Stall angeschafft. Ein Lichtsensor sorgt dafür, dass in der Dämmerung die Hühnertür geschlossen wird. So sind sie nachts vor Gefahren sicher. Auch Futter und Wasser werden mithilfe eines Automaten zugeteilt. Auf diese Weise muss sich zumindest über das Wochenende niemand um sie kümmern. Für alles weitere ist der Hausmeister der Schule, der auf dem Gelände wohnt, zuständig. „Unser Hausmeister hat selbst lange Hühner gehabt und freut sich sehr über die Tiere. Und was noch viel besser ist: Er kennt sich richtig aus“, so Eike Eichmann.

Deshalb ist er es auch, der eine Erklärung parat hat, warum die beiden Hennen bisher nicht ein einziges Ei gelegt haben. „Die Hühner sind alt, sagt unser Hausmeister.“ Ältere Tiere würden keine Eier mehr legen, habe er ihr erklärt, so die Direktorin. „Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Vielleicht müssen sie sich hier nur eingewöhnen. Und fangen dann irgendwann doch an, Eier zu legen.“ Sollte das nicht passieren, hat die Direktorin noch eine andere Idee. „Wir erweitern die Mannschaft um zwei weitere Hühner.“ Denn es sei ihr und den Kollegen wichtig, eigene Eier zu produzieren. „Wir haben schon einen Crêpes-Bräter gekauft und wollen dann verschiedene Eierrezepte ausprobieren.“ Eike Eichmann geht sogar noch weiter: „Mein Ziel ist es eigentlich, eigene Hühner hier auszubrüten. Die Kinder sollen den Kreislauf erleben und sehen, wie so ein Ei ausgebrütet wird und ein neues Huhn auf die Welt kommt.“ Sie hoffe nun darauf, dass die beiden Hühner diese Aufgabe übernehmen können.

Überhaupt betont die Schulleiterin den pädagogischen Ansatz: „Das Hühnerprojekt soll sich durch alle Fächer ziehen.“ In Mathe soll beispielsweise berechnet werden, wie viel Futter die Tiere brauchen. Im Sachunterricht geht es um das Leben des Huhns. Und gesunde Rezepte gehören eben auch dazu.

„Wir beobachten schon jetzt, dass fast alle Kinder morgens erst einmal vor der Schule nach den Tieren schauen. Das ist ein wunderbares Ritual.“ Auch ihr Weg führe als Erstes zum Stall. „Die Kinder übernehmen automatisch Verantwortung. Lernen, was man alles braucht, um sich als Lebewesen wohlzufühlen.“ Jetzt will die Schulgemeinschaft Namen für die Tiere finden. Parallel dazu wird für die Grundschule gerade ein neuer Schulgarten geplant. Erste Versuche gibt es bereits, mit Gemüse zum Naschen und besonders insektenfreundlichen Pflanzen. „Ich möchte dazu allerdings noch ein eigenes Konzept entwickeln, um den Kindern ganz konkret die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit nahezubringen. Sie schon hier in der Grundschule täglich an die Natur heranzuführen.“ Gerade werde um das Gebäude herum eine Drainage angelegt. „Danach können wir dann starten.“

Dass diese vielen Möglichkeiten nicht die Regel sind, ist Eike Eichmann bewusst. „Wir sind mit gerade einmal neun Klassen eine extrem kleine Schule“, sagt sie. Ein Bullerbü-Gefühl herrsche auf dem Gelände, dazu tragen die Hühner bei. Fehlt nur noch der bunte Garten drum herum.

Vorlesewettbewerb 2022

Endrunde des Vorlesewettbewerbs am 24. Juni 2022

Nachdem der Vorlesewettbewerb in den letzten Jahren pandemiebedingt ausgefallen war, konnte er diesmal nun endlich wieder durchgeführt werden. In der liebevoll ganz zum Thema „Lesen“ ausgeschmückten Aula trafen sich zunächst die Kinder der 1. und 2. und anschließend die der 3. und 4. Klassen, um das Finale der Klassensieger zu erleben. Vorgelesen wurde jeweils zunächst ein selbst gewählter, vorbereiteter Text und dann auch ein kleiner, unbekannter Text, mit dem sich die Kinder kurz vorher vertraut machen konnten. Die Jury bestand aus der Schulleiterin, einer Vertretung aus dem Elternrat, einer Deutschlehrerin sowie zwei Viertklässlerinnen. Während die Jury sich beriet, wurden die Kinder im Publikum nach ihren Lesegewohnheiten und Lieblingsbüchern befragt. Anschließend verkündete die Jury ihre Entscheidung und alle Teilnehmenden bekamen von der Schulleiterin eine Urkunde und einen kleinen Preis überreicht.

Ein Lob an alle Vorleserinnen und Vorleser, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben – und ein besonderer Glückwunsch natürlich an die Gewinnerinnen und Gewinner der einzelnen Klassenstufen!

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